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Die 7 Todsünden in Unternehmen bei der Missachtung von Hygieneregeln in Corona-Zeiten!

 

Mit diesen Fehlern setzen sich Unternehmen einem erhöhten Risiko aus,

durch einen Covid19-Fall von einer Schließung des Betriebes betroffen zu sein.

 

Sie sind relativ gut durch die Krise gekommen, weil Sie beispielsweise im Handelsbereich kaum direkte Kundenkontakte hatten (Callcenter oder Kundenservice-Center) oder weil Sie in Bereichen wie IT, Service oder Logistik unterwegs sind und vom Lockdown wenig betroffen waren?

Oder Sie gehören zu den Unternehmen, die nach den Einschränkungen gerade wieder langsam ihre Kapazitäten hochfahren und versuchen, zurück zur Normalität zu kommen?

 

Die 7 Todsünden

 

Wollen Sie diesen Erfolg durch:

  1. Nichteinhaltung der Abstandsregeln (in Meeting-/Pausenräume, Kantine, Flure und Gänge)
  2. fehlende/falsche Oberflächendesinfektion der Arbeitsmittel (Telefon, Headset, Drucker, Tastatur etc.)
  3. mangelnde oder nicht täglich mehrmalige Reinigung der Räume und Gemeinschaftseinrichtungen (Tische, Handläufe, Türklinken, Schalter, Böden)
  4. ungenügende Personen-/Eigenhygiene (Hände waschen oder desinfizieren; Mundschutz)
  5. mangelnde Raumluft-Hygiene (mangelhafte Klimaanlagen/Umluft, schlechtes Lüftungsmanagement, Händetrockner)
  6. Durchmischung von Schichtdiensten (täglich wechselnde Personen innerhalb von Teams sowie keine Homeoffice-Nutzung)
  7. ausbleibende (gegenseitige) Kontrolle zur Einhaltung der festgelegten und notwendigen Präventionsmaßnahmen

gefährden?

 

„Was würde Ihrem Unternehmen passieren, wenn bei einem Mitarbeiter ein positiver Covid-19-Fall diagnostiziert würde?“

  

Das Gesundheitsamt würde sofort eine Schließung oder Teilschließung Ihrer Betriebsstätte anordnen und diverse Mitarbeiter in die Quarantäne schicken!

 

Ihre Umsätze würden (erneut) einbrechen, hohe Zusatzkosten würden entstehen und Ihre Reputation gegenüber Ihren Kunden würde signifikant sinken.

 Die Lösung

 

Um diesem Szenario vorzubeugen, benötigen Sie ein umfangreiches und valides Hygiene- und Infektionsschutzkonzept. Mit Mundschutz tragen und Hände waschen alleine ist es nicht getan. Zwar können Sie mit einfachsten Maßnahmen „an den Start gehen“, mit denen Sie rein rechtlich nicht angreifbar wären (externe Vorgaben), jedoch werden diese in der Regel nicht ausreichen.

Haben Sie hingegen ein angepasstes Sicherheitskonzept für den Infektionsschutz Ihres Unternehmens und können dieses im Falle einer Einschleppung einer Infektion gegenüber dem Gesundheitsamt vorlegen, stehen Ihre Chancen sehr gut, Ihren Betrieb aufrecht zu erhalten.  

Sie müssen das Gesundheitsamt überzeugen, denn die Gesundheitsämter entscheiden jeden Fall individuell vor Ort. Je lückenloser und überzeugender - gemessen an den geltenden Hygienevorgaben (bspw. Empfehlungen des RKI´s1)) - dieser Plan ist und umgesetzt wurde, desto wahrscheinlicher wird Ihr Betrieb weiterlaufen können.

 

Nützlicher Nebeneffekt eines solchen Konzeptes ist für die Mitarbeiter ein erhöhter positiver psychologischer Effekt im Sicherheitsempfinden am Arbeitsplatz.

 

Die Umsetzung

 

 

So ein Hygienekonzept ist komplex, will man alle Risiken der Infektionsketten minimieren oder unterbinden. Man benötigt z.B. allgemeine Bewegungsprofile der Belegschaft, Berührungspunkte sowie die Prozesse der Standardarbeitsweisen; welche Desinfektionsmaßnahmen mit welchen Mitteln wo und wie oft angewendet werden sollten. Hier gibt es schon wertvolle Hinweise bei Organisationen und Verbänden. Auch Betriebsärzte können bei größeren Unternehmen Unterstützung leisten. Holen Sie sich notfalls externe Umsetzungsexpertise ein.

 

Zusammenfassung

 

„Erstellen Sie einen Hygiene- und Maßnahmenplan zum Infektionsschutz, setzen Sie diesen gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern um und kontrollieren Sie die Maßnahmen!“

 

…und steuern Sie notfalls nach, wenn Maßnahmen nicht greifen oder akzeptiert werden!

 

Nicht zu vergessen ist, dass Maßnahmen zu: „Fragen der Ordnung des Betriebes und Verhaltensweisen…“ nach § 87 des BetrVG mitbestimmungspflichtig sind.

Es ist also bei einem Hygienekonzept in jedem Fall der Betriebsrat einzubinden!

 

Sollten Sie aus eigener Kraft so ein Hygienekonzept nicht erstellen und umsetzen können, holen Sie sich externe Unterstützung ins Unternehmen. Die Kosten für eine externe Beratung sollten - gemessen an den möglichen existenzbedrohenden Folgen eines „Shutdowns“ - tolerierbar sein.

 

Alle Rechte by Oliver Schulz

1 ) RKI = Robert Koch Institut, 13353 Berlin

Titelbild Bildnachweis: Pandemic-freie Lizens Pixabay@ Stefan_Keller