Nachhaltigkeit in Unternehmen integrieren


Wie Nachhaltigkeit in Unternehmen integrieren?

Ein Blick auf einschlägige Studien zeigt, dass es im Detail unterschiedliche Aspekte oder Sichtweisen zur Integration gibt. Das hängt letztlich auch vom Business und vom Reifegrad der Unternehmenskultur ab.

 

Wichtig ist jedoch, dass folgende Aspekte bei der Integration einer Nachhaltigkeitsstrategie bedacht werden:

  1. Welche Auswirkungen dieser Themen nehmen Einfluss auf die Risiken und Chancen des Unternehmens.
  2. Welche externen Faktoren haben zukünftig Auswirkungen auf das Unternehmen.
  3. Welche Themen sind für Unternehmen heute und in Zukunft relevant.
  4. Wie beeinflusst Nachhaltigkeit die Ziele der Unternehmensleitung in Bezug auf das externe Umfeld sowie die definierten Risiken und Chancen.

Egal, ob Sie sich derzeit an den ersten eigenen Versuchen zur Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie versuchen; sich darauf konzentrieren, eine bereits angedachte Nachhaltigkeitsstrategie zu intensivieren oder planen, externe Hilfe ins Unternehmen zu holen:


Hier ein Ansatz wie Nachhaltigkeit in ein Unternehmen integriert werden kann.


 1) Status Quo erfassen

 

Wo stehen wir eigentlich und was machen wir bereits in Sachen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility/CSR? Womit fangen wir nun konkret an, wenn wir nachhaltiger werden wollen also eine Nachhaltigkeitsstrategie fürs Unternehmen entwickeln wollen? Hilfreich dabei:

  • Nutzung von Selbstbewertungs-Tools (Checks)
  • Zuhilfenahme eines Beraters/Beratungsunternehmens.
Nachhaltigkeitsanalyse im Unternehmen (1)
Nachhaltigkeitsanalyse im Unternehmen (1)

 2) Anforderungen und Erwartungen kennen

 

Was sind die rechtlichen Anforderungen sowie Erwartungen seitens der Stakeholder (Kunden, Nachbarn, Lieferanten, Dienstleister, Medien, Geldgeber)?Was gibt es für Zertifizierungen oder Label die mir innerhalb einer Nachhaltigkeitsstrategie hilfreich sein können. Wo könnten Widerstände lauern?

Nachhaltigkeitsstrategie  17 SDGs
Die 17 SDG´s als Grundlage (2)

3) Wo stehen die Anderen

 

Wie umwelt- und sozialverträglich sind andere Unternehmen? Wie sind die Nachhaltigkeitsstrategie-Ansätze der Konkurrenten, Lieferanten oder der Kunden? Wie sind die Anforderungen des Marktes? Was ist der Benchmark in meiner Branche?

 

Nachhaltigkeitsstrategie der Kunkurenz
Wo stehen meine Wettbewerber? (3)

4) Wie ist der unternehmerische Mindset

 

Wie tief ist Nachhaltigkeit schon bei meinen Stakeholdern und Kunden und insbesondere bei meinen Mitarbeitern verankert? Wie steht es um die Agilität und die Unternehmenskultur in dem Unternehmen? Gibt es ein Leitbild, eine Vision und eine Mission, die Nachhaltigkeit fördert und unterstützt; die eine Transformation zulässt?

Nachhaltigkeitsstrategie Mindset
Reifegrad der Mitarbeiter - Sind Nachhaltige Denkansätze vorhanden? (4)

5) Perspektiven entwickeln und Ziele für eine Nachhaltigkeitsstrategie stecken

 

Hier gilt es, die Nachhaltigkeitsziele innerhalb einer Nachhaltigkeitsstrategie festzulegen; lang- und kurzfristige Ziele zu etablieren, nicht alles auf einmal verwirklichen zu wollen und trotzdem die Ziele SMART zu definieren (S - spezifisch, M - messbar, A - anspruchsvoll, R - realistisch, T - terminiert). Wichtig ist es, eine Balance zwischen schnellen kurzen (Low Hanging Fruits) und lang laufenden Projekten zu haben, damit man schnell Erfolge hat, die man feiern kann (damit der gesamte Weg nicht so lang erscheint).

Nachhaltigkeitsstrategie Ziele
Nachhaltigkeits Ziele konkretisieren. Kurz-Mittel-Langfristig (5)

6) Den „Weg als Ziel” bestimmen und loslegen

Niemand erwartet, dass ein Unternehmen nach einem Jahr eine perfekte Transformation in Sachen CSR & Nachhaltigkeit abgeschlossen hat. Es gibt auch nicht den richtigen Weg. Wichtig ist, dass man anfängt; Etappe für Etappe seinen eigenen Nachhaltigkeitszielen näherkommt, auch kleine Erfolge feiert, offen und ehrlich ebenso über Misserfolge berichtet und jeden Mitarbeiter in der Organisation mit integriert.

Nachhaltigkeitsstrategie Target
Der Weg als Ziel - Es gibt nichts Gutes außer man tut es! (6)

7) Erfolge sichern und mit Kennzahlen belegen

 

Wo hat die neue Nachhaltigkeitsstrategie operativ schon Früchte getragen? Teilerfolge müssen gesichert und dokumentiert werden. Dabei helfen Zahlen, Daten, Fakten und ein entsprechendes Kennzahlensystem, mit dem sich das Unternehmen allgemein und im Wettbewerb zu anderen vergleichen kann.

 

Nachhaltigkeitsstrategie KPIs
Zahlen - Daten - Fakten. KPIs, um den Erfolg zu messen. (7)

8) Erfolge kommunizieren

 

 „Tue Gutes und rede darüber.“ Lassen Sie alle Anspruchsgruppen an Ihrem Nachhaltigkeitserfolg teilhaben. Erzählen Sie Ihren Kunden, Wettbewerbern und Stakeholdern wie Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen konnten, welche ökologischen Beiträge Sie für die Umwelt geleistet haben, aber auch welchen ökonomischen Ertrag Sie durch Ihre Veränderungen verbuchen konnten sowie welchen sozialen Beitrag Sie für die Gemeinschaft erzielt haben.

 

Nachhaltigkeitsstrategie Erfolge kommunizieren
Erfolge Teilen! Motivation ist das Gold der Unternehmen für ihre Mitarbeiter! (8)

 Zum Schluss:

 

Der hier vorgestellte 8-Punkte-Plan zu einer Nachhaltigkeitsstrategie ist zwar schnell gelesen und verstanden, beinhaltet jedoch ein hohes Maß an Arbeit, Ausdauer und den Willen an einem echten Change im Unternehmen. Das Vorhaben einer solchen Transformation kann nur in der Unternehmensleitung beginnen.

 

Voraussetzung dafür - diese Transformation zu meistern - sind die Fähigkeiten, das Können sowie das Wissen zu besitzen, wie ein solches Change-Management im Unternehmen umgesetzt werden kann und die Ressourcen für ein solches bereitzustellen.

 

Sollten Sie Zweifel haben, diesen Change Prozess hin zu einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie aus eigener Kraft umgesetzt zu bekommen, kommen Sie gerne auf mich zu. Ich unterstütze Sie gerne.

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